Warum wir weiter arbeiten, und was wir machen

Erste Campus by Wikimedia/Herzi Pinki cc-by-sa 4.0
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Aktuell stehen vor allem kleine Unternehmer virtuell Schlange bei den Banken um kleine Überbrückungskredite. Vielen bricht gerade der gesamte Umsatz weg, und bis der Krisenfonds der Bundesregierung auszahlen kann, wird es zumindest ein bisschen dauern.
Für die Banken ist das unter normalen Umständen durchaus ein Problem, viel eher als hohe Bargeldabhebungen. Geldinstitute unterliegen ja einem recht strengen Regelwerk, und die aktuelle Situation ruiniert ihnen die Risikokennzahlen.

Eine der Risikodimensionen im strategischen Risikomanagement ist das sogenannte Konzentrationsrisiko. Im Kern geht es dabei darum, dass eine zu große Abhängigkeit von einer einzigen Branche, einem Kundensegment (also zum Beispiel kleine Unternehmen), einer Region, einem Land usw. ein überproportionales Risiko darstellt, weil dann schon eine einzelne schlechte Entwicklung die gesamte Kundengruppe gefährdet. Banken versuchen also – unter Normalbedingungen – ihr Risiko, so gut es geht, zu steuern und derartige Konzentrationen zu vermeiden.

Natürlich leben wir aktuell nicht unter Normalbedingungen, und wenn Banken im gesellschaftlichen Gefüge eine Aufgabe haben, dann die, eben dieses Risiko zu nehmen und damit umzugehen. Die Erkenntnis setzt sich auch langsam durch. Der erste Impuls wäre, das Geschäft einfach einzustellen, aber wir wissen natürlich, dass das den unvermeidlichen Schaden nur noch deutlich vergrößern würde. Keine Bank wird, so hoffe ich, diesen Weg gehen.

Trotzdem müssen die Kolleginnen und Kollegen natürlich mit aller Sorgfalt vorgehen. Dazu gehört, dass man sich überlegt, ob die Produkte, die wir anbieten, für diesen Fall geeignet sind.  Zinssätze sind aktuell weniger das Problem, da ohnehin nah am Nullpunkt. Sind die Laufzeiten zu lang? Die Verträge flexibel genug? Mit den Instrumenten, die wir aktuell zur Verfügung haben, werden wir nicht immer das Auslangen finden, also müssen schnell neue her. Wir müssen in der Lage sein, rasch Geld zur Verfügung zu stellen, aber wir müssen auch immer wissen, welchen Rucksack wir dadurch für später aufnehmen.

Eine wesentliche Aufgabe der strategischen Risikomanager ist in dem Zusammenhang, dass sie Prognosen erstellen, wie sich bestimmte (angenommene) Ereignisse unter diesen Bedingungen auswirken. Dazu können sie Stresstests rechnen, ganz ähnlich, wie das die EU seit 2009 regelmäßig macht. Es werden Annahmen modelliert (z.B.: bei Privatkunden fallen 5% mehr Kredite aus – mindestens eine Rate kann nicht bezahlt werden – als sonst), und eine Statistiksoftware berechnet die Auswirkungen auf alle möglichen Bankenkennzahlen. Wie viel Eigenkapital haben wir dann noch? Wie ändert sich die Ausfallswahrscheinlichkeit, der Verlust im Fall eines Ausfalles?

Wenn wir diese Dinge wissen, können wir uns überlegen, wie wir gegensteuern. Das Ziel ist jedenfalls dasselbe wie sonst auch: Gleichzeitig so viele Leben wie möglich zu retten, aber auch die Gesellschaft am Laufen zu halten, damit die jetzt notwendigen Einschränkungen nicht später im Jahr dazu führen, dass Jobs und Vermögen verloren gehen.

What It Is All About

The pride, or shame, of Europe are not what these days are about. Not even the people on the march. It’s our lives and freedom that are at stake.

Refugees are coming, no matter what. They will risk their lives in search of a better life (or life at all), and many will make it, no matter how many obstacles we put in their way. They will board airtight lorries as well as rickety boats, climb through barbed wire, cross the sea, and walk hundreds of kilometres in flip flops, if need be, carrying their children on their backs. I am sure they would also climb walls, duck under spring guns, and cross mine fields if it came to that. It still would’t be worse than what they’ve already been through.

The question is, what happens to them once they are settled. Will they fall prey to hate preachers, become radicals, and threaten the stability of the continent?

Or will they actually get a chance of integrating themselves into our society, become convinced that our way of living and the values we keep preaching are indeed better? Will we show them that those values freedom, equality, human rights, the best possible life for the greatest number mean something, or are they just hollow phrases that we throw overboard the minute they come under threat?

This is the moment to show the world we won’t. We need to live these values, now more than ever, and that includes welcoming those arriving every day now, finding food and shelter for them and giving them a perspective. Let’s teach them our languages, and our culture, because it’s something worth being taught, not something we desperately cling to out of fear. Out of self-preservation, if not out of kindness. Let’s also learn from them what there is to be learned. I’m sure it’s a lot.

If we fail in that which right now it doesn’t look like we will we fail as a society, but the change will still happen. In fact, it will happen much more drastically, and the result will look much bleaker.

Something’s Got to Give

I talked to a few refugees in German class today. Hardly surpriningy, what they wish for most, is to get in a car or on a train and go home. Of course, that option is not open for any of them.

And then, there are people like that woman I saw on TV the other day who had nothing better to say than, how about they all just stay at home? As if they could! How can people be so callused?

Yes, I know, we all have our own cross to carry. Believe me, I know that better than many. And yet, for some of us, the world is a much, much harder place to live in than for others. And everybody can do something.

Even if it is just to read the news and generally educate about how things are, and not let yourself be taken in by con-men and rabble-rousers.

Please, Europe! Get your act together and get to work!